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KI in der Bauwirtschaft: Der größte Hebel liegt im Büro

Künstliche Intelligenz wird in der Bauwirtschaft oft mit Robotern, autonomen Maschinen oder spektakulären Anwendungen direkt auf der Baustelle verbunden. In der Praxis liegt der größte Nutzen derzeit jedoch an einer anderen Stelle: in den administrativen und organisatorischen Abläufen eines Bauunternehmens.
Im Interview mit a3BAU spricht Robert Plomberger darüber, warum KI vor allem dort ansetzen kann, wo heute noch viele manuelle Tätigkeiten den Arbeitsalltag prägen – bei E-Mails, Excel-Listen, Kalkulation, Abrechnung, Dokumentation, Protokollen oder der Strukturierung von Informationen. Gerade Tätigkeiten wie Schreiben, Lesen, Vergleichen, Zusammenfassen und Dokumentieren binden viel Zeit. KI kann hier unterstützen, Abläufe beschleunigen und Mitarbeitende entlasten.
Entscheidend ist dabei nicht, möglichst schnell einzelne KI-Tools einzuführen. Viel wichtiger ist ein strukturierter Einstieg: Unternehmen müssen verstehen, welche Daten in welchen Prozessen entstehen, wo sie verarbeitet werden und welche Anwendungen tatsächlich einen Mehrwert bringen. Nur wenn Prozesse, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten klar sind, kann KI sicher und sinnvoll eingesetzt werden.
Ein zentrales Thema ist dabei auch der Datenschutz. Viele Betriebe sind unsicher, welche Informationen in KI-Systeme eingegeben werden dürfen und welche Rahmenbedingungen gelten. Im Interview betont Robert Plomberger daher, dass Unternehmen klare Regeln, geeignete Lizenzen, geprüfte Anbieter und transparente Datenflüsse brauchen. So lässt sich vermeiden, dass KI unkontrolliert als „Schatten-KI“ genutzt wird, während gleichzeitig die Chancen der Technologie nutzbar gemacht werden.
Genau hier setzen wir von Future Digital an: Nicht bei der Technologie allein, sondern bei den konkreten Abläufen im Unternehmen. Gemeinsam mit den Betrieben werden bestehende Prozesse analysiert, sinnvolle Anwendungsfälle identifiziert und ein kontrollierter Fahrplan für die Einführung von KI entwickelt. Dazu gehören Schulungen, Datenschutzkonzepte, KI-Richtlinien, intelligentes Dokumentenmanagement und langfristig auch digitale Assistenten, die Projektleitung und Administration im Alltag unterstützen können.
Mit dem Projekt Bau.KI.Pilot starten wir nun eine praxisnahe Initiative gemeinsam mit der Zukunftsagentur Bau. Ziel ist es, Bauunternehmen und Betriebe der Bauzulieferindustrie individuell dabei zu begleiten, KI konkret in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren. Der Fokus liegt nicht auf theoretischen Konzepten, sondern auf realen Abläufen, messbaren Effizienzpotenzialen und umsetzbaren Lösungen im Betrieb. 
Weitere Informationen und Anmeldung zum Projekt finden Sie hier:
Bau.KI.Pilot – Zukunftsagentur Bau

Das vollständige Interview mit Robert Plomberger ist bei a3BAU erschienen:
„Der größte KI-Hebel liegt im Büro, nicht auf der Baustelle“

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